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Mercedes-Spende von 3000 Euro für Vesperkirche


Es ist schon eine Tradition, dass Matthias Willy jedes Jahr wieder kurz vor Beginn der Reutlinger Vesperkirche einen großen Scheck überreicht. Als Verkaufsleiter Transporter und Van des Mercedes-Benz-Verbunds Württemberg wiederholt er dies schon seit annähernd zehn Jahren und unterstützt damit das besondere Reutlinger Gasthaus „alle Jahre wieder“, wie auch Jörg Mutschler als Vesperkirchen-Pfarrer bei der Spendenübergabe betonte.

„Das ist ein Termin mit Mercedes-Benz, der uns immer wieder gut tut“, so Mutschler. „Aber auch wir tun Daimler was Gutes“, ergänzte der Pfarrer. „Wir sorgen dafür, dass das Unternehmen Gutes tun kann“, sagte er augenzwinkernd. Günter Klinger freute sich als Noch-Geschäftsführer des Reutlinger Diakonieverbands „über den schönen Jahresbeginn“, der mit der Scheckübergabe versüßt wurde. Sein Nachfolger, Dr. Joachim Rückle, der ab 1. Februar offiziell das Amt übernehmen wird, betonte: „Hier wird deutlich, wie Kirche sein soll.“ In der Vesperkirche würden nämlich „die Menschen am Rand der Gesellschaft“ ein Gesicht erhalten.

Matthias Willy bekräftigte, dass die Auswahl der Spendenprojekte bei dem in Pfullingen ansässigen Mercedes-Verbund nicht leicht falle: „Wir müssen jedes Jahr wieder unter den vielen Anfragen herausfinden, was die sinnvollsten Maßnahmen sein könnten.“ Bei der Vesperkirche hätten die Verantwortlichen jedoch nicht lange überlegen müssen, um sie einmal mehr mit einem Scheck zu bedenken und zu beschenken. „Wir wollen, dass das Geld eins zu eins ankommt und bei der Reutlinger Vesperkirche sind wir überzeugt, dass das geschieht“, so Willy.

Als „besonders honorig“ bezeichnete der Verkaufsleiter die Rolle des Ehrenamts in der Organisation und im Ablauf des Gasthauses auf Zeit, das jedes Jahr wieder vier Wochen lang in der Nikolaikirche am Rande der Reutlinger Wilhelmstraße für Menschen mit wenig Geld jeden Tag ein kostenloses Mittagessen bereitstellt. Angesichts von rund 90 000 Euro an Kosten für den Betrieb der Vesperkirche sei die Spende von Mercedes nach der Aussage der Organisatoren nicht nur willkommen, sondern auch dringend notwendig. Denn: Nicht nur ohne all die ehrenamtlichen Helfer sei die Reutlinger Vesperkirche laut Klinger, Rückle und Mutschler undenkbar und unmöglich – auch ohne die zahlreichen Spenden, die scheinbar wie selbstverständlich jedes Jahr wieder eingehen, könnte das besondere Gasthaus nicht durchgeführt werden. „Jahr für Jahr geht es jetzt wieder darum, Armut in Reutlingen sichtbar zu machen“, betonte Günter Klinger.