Begegnungsstätte Hohbuch
Die Begegnungsstätte Hohbuch ist unter hohbuch-cafe.de mit einer eigenen Seite im Netz vertreten.
Sollten Sie sich kurz über das Projekt informieren wollen, finden Sie hier erste Informationen:
In Zusammenarbeit mit der evangelischen Hohbuchgemeinde und dem Jugendmigrationsdienst betreibt der Diakonieverband im Reutlinger Stadtteil Hohbuch seit Oktober 2007 eine Begegnungsstätte im Gemeindehaus der Kirchengemeinde.
Das zunächst auf drei Jahre ausgelegte Projekt wird weitgehend vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert, soll Brücken zu Spätaussiedlern schlagen, aber auch die Kirchengemeinde auf dem gemeinsamen Weg mitnehmen (zur Ausgangslage siehe unten).
Ziel: eine Begegnungsstätte für alle Altersgruppen und Nationalitäten. Damit besitzt das gemeinwesenorientierte Vorhaben Modellcharakter. Die Kosten liegen bei 240 000 Euro.
Netzwerkarbeit
Dem Projekt vorangegangen waren etwa eineinhalb Jahre angefüllt mit intensiven Planungen und Vorgesprächen. Weiterer Kooperationspartner ist der Arbeitskreis Hohbuch-Schafstall, dem etwa dreißig Einzelpersonen und Institutionen angehören - wie Kindergärten, Jugendhaus, Schulen, Sozial- und Schulamt, das Haus der Familie (die Evangelische Erwachsenbildungsstätte).In der Vergangenheit konzentrierten sich die zielgruppenorientierten Unterstützungsangebote weitgehend auf individuelle Hilfeleistungen. Dasselbe galt für den Bereich bürgerschaftliches Engagement, das Einzelpersonen punktuell an den Tag legten. Das Vernetzen und Ergänzen bereits bestehender Angebote steht daher im Mittelpunkt des neuen Ansatzes.
Seit geraumer Zeit bietet der Jugendmigrationsdienst beispielsweise eine offene Mädchengruppe an, die sich zum Selbstläufer gemausert hat. Die Mobile Jugendarbeit des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe organisiert ein Fußballangebot für sieben bis elfjährige Jungen von der Straße, die einmal in der Woche unter Anleitung kicken.
Mittagstisch
In der Begegnungsstätte, die im Gemeindehaus der Kirchengemeinde untergebracht ist, hat auch ein Mittagstisch Platz gefunden. Das Angebot richtet sich an Schüler aber auch an ältere Menschen, an alle Bewohner des Stadtteils. Das Besondere daran: unter Anleitung einer Fachkraft kochen Schüler und Lehrer für die Gäste von Dienstag bis Donnerstag. Damit wird Kirche ganz konkret, eine Kirche bei den Menschen, dort wo sie leben.Drei Schulen beteiligen sich an dem Vorhaben: die Bodelschwingh-Schule (Förderschule), die Oberlinschule (Einrichtung der Erziehungshilfe) und die Maybachschule (Förderberufsschule).
Der Mittagstisch bietet einfache, gesunde und billige Mahlzeiten an. Der Mittagstisch besteht seit Anfang Januar 2008.
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitagab 11 Uhr Cafébetrieb
ab 11.45 Uhr warmes Essen
bis 17 Uhr anschließend Cafébetrieb mit selbstgebackenem Kuchen
Kontakt:
Begegnungsstätte Hohbuch: 0 71 21/2 05 54 64
Weitere Projekte:
- Chor für Erwachsene
- Eltern Kind Gruppe
- Fahrradwerkstatt
- Ferienbetreuung
- Mentorenkurs für Eltern
- Neujahrsfest
- Patenschaftsprojekt
Ausgangslage: Situationsbeschreibung Schafstall:
Im Gewand Schafstall - Teil des Stadtteils Hohbuch - mit seinen 2600 Einwohnern leben mehrheitlich Spätaussiedler. Ungefähr 1600 Menschen gehören dieser Gruppe an, dazu kommen 485 Männer, Frauen und Kindern mit so genanntem Migrationshintergrund, also Menschen, die selbst oder deren Eltern und Großeltern nach Deutschland zugewandert sind. Insgesamt leben im Hohbuch etwa 6700 Personen. Eine große Anzahl der Spätaussiedler ist erst in den vergangenen Jahren in den Stadtteil gezogen – das Gros direkt aus den GUS-Staaten.
Auf Grund des hohen Spätaussiedler- und Migrantenanteils besteht ein erhöhter Bedarf an Integrationsangeboten. Hinzu kommt, dass der Schafstall keine ausreichende städtebauliche Infrastruktur besitzt.
Die Situation der Spätaussiedler und Ausländer im Stadtteil ist geprägt von niedrigen Bildungsabschlüssen mit entsprechend schlechten Berufsaussichten. Daraus ergeben sich Frustration und Resignation, die zu erhöhter Gewaltbereitschaft und Suchtkonsum führt. Gerade junge Zuwanderermütter besitzen nur geringe Deutsch-Kenntnisse. Dies erschwert ihre eigene Integration aber auch die ihrer Kinder in Kindergarten und Grundschule.
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